FÖR PLATT e. V.

Plattdeutsch aktiv an die nächste Generation weitergeben

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Aktualisiert 03.09.2021

 

Rosengarten-Ehestorf, 3.9.2021 – „Hören, kieken, snacken“:

Neu – es gibt einen Videocast „op platt“ von Rike Henties, Plattdeutsch-Koordinatorin im Landkreis Harburg.

 

Ende August drehte sie die erste Folge mit den Muttersprachlern Heiner Schönecke und Rudolf Meyer: „Wie hat sich die Sprache verändert? Was macht das Plattdeutsche heute aus?“ Der erste Videocast ist ab Donnerstag, dem 9. September, auf Youtube zu sehen und als Podcast zu hören, den Link dazu gibt es auf www.plattfinntstatt.de.

 

Die plattdeutsche Sprache in den Alltag bringen – so lautet der Ansatz der Plattdeutsch-Koordinatorin Rike Henties. Dazu sind Podcasts ideal: Man kann sie in jeder Situation hören, ob in der Bahn oder im Auto, beim Kochen oder sogar im Bett. „Wir nehmen die Podcasts nicht nur zum Hören auf, sondern filmen das Gespräch mit und unterlegen das Ganze mit schönen Bildern vom Kiekeberg“, erzählt Rike Henties. „So kann jeder, auch wenn er kein Plattdeutsch kann, etwas verstehen und sich in die Sprache reinhören.“

 

Informationen gibt es noch dazu, zum Beispiel, wie sich der Umgang mit der Regionalsprache verändert hat. Für Heiner Schönecke, heute Mitglied im Niedersächsischen Landtag und Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg, war sie Muttersprache: „Erst kurz vor Schulbeginn habe ich von einem einquartierten Flüchtling Hochdeutsch gelernt. Man könne den Jungen doch so nicht in die Schule gehen lassen“, schmunzelt Heiner Schönecke heute. Rudolf Meyer, stellvertretender Landrat im Landkreis Harburg, schnackt auch im Kreistag als Vorsitzender op Platt und „alle verstehen mich gut“.

 

Genau hier setzt auch Rike Henties an: Plattdeutsch in den Alltag bringen, ein Gefühl für die alte Sprache vermitteln und Lust auf mehr zu schaffen.

Die Plattdeutsch-Koordinatorin vernetzt die plattdeutschen Kulturakteure und das vielfältige Angebot im Landkreis Harburg.Sie unterstützt die Vermittlung der Regionalsprache an Menschen, die das Niederdeutsche noch nicht sprechen, z. B. Kinder und Jugendliche in Kindertagesstätten und Schulen. Als Teil der regionalen Kulturförderung finanzieren der Landkreis Harburg und der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg gemeinsam die Stelle. Alle Neuigkeiten rund ums Plattdeutsche in der Region gibt es in dem Newsletter „Wat to weten“, Interessierte melden sich für den Newsletter unter www.plattfinntstatt.de an.

 

Quelle: Pressemitteilung Freilichtmuseum am Kiekeberg vom 03.09.2021

 

 

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Plattdeutsch im Landkreis Harburg weiterhin mit hauptamtlicher Vertretung.

Plattdeutsch-Koordinatorin Rike Henties bleibt weitere zwei Jahre

 

Rosengarten, 6.4.2021 – Rike Henties ist seit April 2019 das hauptamtliche Gesicht des Plattdeutschen im Landkreis Harburg – jetzt wurde ihre Stelle um weitere zwei Jahre verlängert. Sie wird vom Landkreis Harburg und dem Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg zu gleichen Teilen finanziert – und nimmt in dieser Art und Weise eine einmalige Vorreiterrolle im gesamten plattdeutschen Gebiet ein. Gerade in der Corona-Pandemie zeigt sich, dass die alte Sprache frisch ist: Die 33-jährige Rike Henties vermittelt sie mit Online-Mitmach-Angeboten und -Aufführungen an Plattschnacker und solche, die es werden möchten. Mehr zum aktuellen Programm auf www.plattfinntstatt.de

 

Die beiden Geldgeber des innovativen Projekts stehen voll hinter ihrem Engagement. Rudolf Meyer, stellvertretender Landrat des Landkreises Harburg, unterstreicht: „Plattdeutsch ist eine Alltagssprache, sie wird auch unter jüngeren Menschen immer beliebter. Und sie ist eine offiziell anerkannte Regionalsprache, mit der sich Menschen im gesamten plattdeutschen Gebiet, auch in Teilen Dänemarks und der Niederlande, verstehen.“ Heiner Schönecke, Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg, ergänzt: „Wir waren uns im Förderverein schnell einig, dass wir die Stelle hauptamtlich und langfristig mitfinanzieren wollen. Plattdeutsch gehört zu unserer Identität und die muss man pflegen. Rike Henties kümmert sich darum, dass Menschen jeden Alters teilhaben können. Auch die, die noch nicht platt schnacken.“ Vor diesem Hintergrund engagiert sich auch das Freilichtmuseum am Kiekeberg als Standort der Plattdeutsch-Koordinatorin dafür, dass die Sprache erhalten und mit mehr Leben gefüllt wird. Museumsdirektor Stefan Zimmermann: „Plattdeutsch ist ein Kulturgut, es ist fester Bestandteil des regionalen Selbstverständnisses. In einer globalisierten Welt gleichen sich viele Lebensformen an, gleichzeitig werden regionale Kulturen immer wichtiger. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, hauptamtliche Strukturen zu schaffen – so können wir Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Interessen ansprechen.“

 

Rike Henties kümmert sich seit zwei Jahren in Teilzeit um die Förderung des Niederdeutschen. „Dabei habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht – ich bin Muttersprachlerin und Plattdeutsche durch und durch“, lacht sie. Vernetzung mit unterschiedlichen Initiativen, neuen und bestehenden Akteuren, aber auch Verbänden und selbst Bundesländern steht ganz oben auf dem Programm. Außerdem unterstützt sie bewährte Programme – vom Klönkring über plattdeutsches Theater bis zum Lesewettbewerb – und entwickelt neue für eine jüngere Zielgruppe.  „Der persönliche Kontakt ist wichtig, wenn man eine Sprache lernen will. Oft trauen sich jüngere Leute nicht, plattdeutsch zu sprechen“, sagt Rike Henties. Als Digital Native verfolgt sie auch eine zweite Schiene: „Bei Online-Formaten kann jeder mitmachen, egal wo er wohnt und ob er plattdeutsch schnacken kann. Wir haben in der Corona-Zeit einige Workshops durchgeführt, in denen wir zum Beispiel Makramee geknüpft oder Seife hergestellt haben. Das sind zurzeit angesagte Themen und wir kommen in Kontakt mit Menschen, die nicht nur in erster Linie Plattdeutsch lernen wollen.“ Die Leichtigkeit im Kontakt mit der alten Sprache ist ihr besonders wichtig: „Kinder und Senioren erreichen wir über klassische Formate sehr gut. Jüngere Erwachsene aber wollen wir in ihrer Lebenswelt abholen.“ Und, ganz wichtig: „Menschen müssen wieder mehr Plattdeutsch hören – in Geschäften, im Radio, in Podcasts oder auf der Straße. Wenn die Sprache selbstverständlich ist, wird es auch der eigene Umgang damit.“

Stefan Zimmermann ergänzt: „Das passt sehr gut zum Kiekeberg: Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, Alltagskultur zu bewahren.“

 

Quelle: Pressemitteilung Freilichtmuseum am Kiekeberg vom 06.04.2021

 

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Neu: Newsletter der Plattdeutsch-Koordinatorin Rike Henties

 

Seit 15. März 2021 informiert der Newsletter „Wat to weten“, monatlich über plattdeutsche Kreativkurse, Aktionen und Veranstaltungen im Landkreis Harburg. Interessierte melden sich ab sofort für den Newsletter an unter www.plattfinntstatt.de

 

Die Plattdeutsch-Koordinatorin, Rike Henties, vernetzt die plattdeutschen Kulturakteure und das vielfältige Angebot im Landkreis Harburg. Sie unterstützt die Vermittlung der Regional­sprache an Menschen, die das Niederdeutsche noch nicht sprechen, z. B. Jugendliche und Kinder in Kindertagesstätten oder Schulen. Als Teil der regionalen Kulturförderung finanzieren der Landkreis Harburg und der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg gemeinsam die Stelle.

 

Rike Henties

Plattdeutsch-Koordinatorin für den Landkreis Harburg

Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten

Tel. (0 40) 79 01 76-54
Fax (0 40) 7 92 64 64

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Düt un dat op Platt

Plattdeutsches NDR Magazin - Mit Ilka Brüggemann

 

Samstag, 09. Januar 2021, 18:00 bis 20:00 Uhr, NDR 1 Niedersachsen

(pn) Mit einem neuen Jahr kommen oft Veränderungen, und so ist es auch bei den plattdeutschen Radiobeiträgen aus dem NDR Funkhaus in Hannover. Ab sofort wird die wöchentliche Sendereihe „Düt un dat op Platt“ nicht mehr einstündig freitags ausgestrahlt, sondern ist nun immer am Sonnabend  zu hören – und das jetzt zwei Stunden lang ab 18.05 Uhr.

Damit ist noch mehr Platz für Beiträge und Interviews aus den Regionen, kleine Alltagsgeschichten und Humorvolles. Und auch die Musik verändert sich ein kleines bisschen: Zu den beliebten plattdeutschen Titeln kommen ein paar andere liebevoll ausgewählte hinzu. Zum Beispiel auf Groninger Platt (mit Grüßen an die Nachbarn hinter der holländischen Grenze), aber auch englische Countrymusik, Irish Folk und hochdeutsche Liedermacher werden ihren Platz finden. Auf jeden Fall: Musik, die man sonst nur selten zu hören bekommt. Ilka Brügemann freut sich auf Vorschläge der Hörerinnen und Hörer.

In der ersten neuen Ausgabe von „Düt un dat“ am 9. Januar geht es um 100 Jahre Radio: Im Postgeschichtlichen Museum Friesoythe gibt es die Sonderausstellung „100 Jahre durch den Äther“, die hoffentlich bald auch wieder besucht werden kann. Frank Jakobs war dort und hat mit dem ehrenamtlichen Betreiber und großen Radio-Fan Wolfgang Letzel gesprochen.

Platt-Reporter Gerrit Hoss dagegen war auf großer Fahrt: Die Viermast-Bark „Peking“ liegt seit September in Hamburg hinter dem Hafenmuseum. An Bord: 100 Jahre Seefahrtsgeschichte. Wie sah es aus mit der Seefahrerromantik? Das hat Gerrit Hoss auch herausgefunden.

„Wünsch di wat op Platt!“ – Auch weiterhin sind die Hörerinnen und Hörer aufgefordert, Ihre Wünsche zum Programm an die Redaktion zu übermitteln. Seien es Musiktitel, Veranstaltungshinweise oder Themenvorschläge:

„Wünsch di wat op Platt!“ – Auch weiterhin sind die Hörerinnen und Hörer aufgefordert, Ihre Wünsche zum Programm an die Redaktion zu übermitteln. Seien es Musiktitel, Veranstaltungshinweise oder Themenvorschläge: https://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/service/So-erreichen-Sie-NDR-1-Niedersachsen,ndrnds20.html oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Düt un dat op Platt“ ist dank DAB+ und Internet überall im Norden zu empfangen und in der Mediathek nachzuhören.

(siehe auch: https://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/epg/Duet-un-dat-op-Platt,sendung1114358.html)

 

Quelle: PLATTNET-Nachricht – 08.01.2021

                  

 

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Aktualisiert 24.05.2020

 

 

"Platt vun Tohuus" bei "You Tube"

 

Wegen des Ausfalls von Konzerten, Lesungen und anderen Veranstaltungen haben bekanntermaßen viele Musiker und Autoren ihre Lieder, Gedichte und Geschichten zu Hause "live" aufgenommen und bei "You Tube" gepostet.

 

Auch der Verein "Lüneplatt e. V." hat inzwischen einen "You Tube"-Kanal eingerichtet und freut sich auf weitere Beiträge. Auf diese Art werden die Freunde der plattdeutschen Sprache weiterhin mit persönlichen Beiträgen unterhalten und die "kulturelle Durststrecke" überbrückt.

Hier geht's zu Youtube!

 

Mehr Infos gibt es bei: Verein Lüneplatt e. V.

Klaus Stehr, Posener Str. 5 b, 21391 Reppenstedt
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.klausstehr.de  

 

 

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Plattdeutschunterricht in Coronazeiten

Fachportal Niederdeutsch - Materialien und Links

 

(pn) Schule zu Hause und Lernen auf Distanz – in Coronazeiten ist alles anders. Da wird auch darüber nachgedacht: Was ist jetzt wichtig? Welcher Unterrichtsstoff ist unverzichtbar?

Mathematische Formeln, physikalische Phänomene, deutsche Grammatik, englische Klassiker usw.

Doch was ist mit dem Plattdeutschunterricht, der sowieso ein eher stiefmütterliches Dasein im Schulalltag darstellt? Eine reine Liebhaberei, auf die man in so ernsten Zeiten getrost verzichten kann und zugunsten „wichtigerer Dinge“ auch sollte? Mitnichten!

Das Internet macht’s möglich, dass auch vielfältige niederdeutschsprachige Inhalte für einen altersgerechten Unterricht überall verfügbar sind.

Das Fächerportal Niederdeutsch beim Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) stellt diese Materialien online zur Verfügung und gibt Hinweise zur pädagogischen Begleitung.

Das ist der Link zur Startseite für das Fachportal Niederdeutsch: https://fachportal.lernnetz.de/niederdeutsch.html

Dort findet sich unter anderem Übungsmaterial für Schülerinnen und Schüler, die sich für den Vorlesewettbewerb „Schölers leest Platt“ qualifiziert haben, deren weitere Teilnahme an den höheren Leistungsstufen aber krisenbedingt noch ausgesetzt bleibt.

Das Fachportal Niederdeutsch im Lernnetz des Landes Schleswig-Holstein steht allen am Plattdeutschunterricht Interessierten zur Verfügung. Verantwortlich hierfür ist Karen Nehlsen, IQSH-Koordinatorin für Regional- und Minderheitensprachen in Schleswig-Holstein.

 

Quelle: PLATTNET-Nachricht – 28.04.2020

PLATTNET.de   Nachrichten  Volker Holm, Buchenweg 35, D-22926 Ahrensburg, Tel. 49-4102-4739108 - http://nachrichten.plattnet.de

 

 

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Aktualisiert 05.01.20

 

 

Die Themen für die nächsten Projekte "Kulturlandkreis Harburg. Kultur im Dialog" stehen fest.

Beim  Kreativtreffen am 19.11.19 im Kreishaus Winsen wurden von den Kulturschaffenden

im Landkreis Harburg für die Kultursommer 2021 und 2022 folgende Themen festgelegt:

2021 lautet das Thema „Klare Kante“,

2022 lautet das Thema „Märchenhaft“.

 

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Platt ist in aller Munde!

Mit diesen Produkten zeigen Sie nicht nur, dass Sie Plattsnacker sind, sondern unterstützen mit Ihrer Spende auch noch die Förderung der Plattdeutschen Sprache!

 

 

 

 

 

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Diese Artikel sind exklusiv über den Vorstand im Verein För Platt e. V. erhältlich.

Bitte sprechen Sie uns an!

 

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Plattdeutsch auf Ortstafeln

 

Wenn eine Gemeinde auf den Ortstafeln auch den plattdeutschen Namen angeben möchte, ist auf dem Dienstwege ein Antrag für die zweisprachige Führung des Ortsnamens auf Ortstafeln (Zeichen 310 StVO) an das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zu stellen. Dazu ist zunächst ein Ratsbeschluss erforderlich.

Wenn ein Gemeinderat die Absicht hat, einen solchen Antrag zu stellen, sind folgende Überlegungen wichtig:

- Wie wird der Name auf Plattdeutsch ausgesprochen? Dazu sollte aufgezeichnet werden, wie man den Namen in internationaler Lautschrift (wie in Wörterbüchern) darstellt.

- Es sollten auch Überlegungen angestellt werden, wie es zu diesem plattdeutschen Namen gekommen ist. Wenn es historische Quellen und urkundliche Erwähnungen gibt, sollen sie herangezogen und aufgeschrieben werden.

- Wie soll der Name geschrieben werden? Die vom Verein För Platt e. V. erarbeitete zweisprachige Kreiskarte kann dazu einen Hinweis geben, aber die Schreibweise ist keineswegs verbindlich und sollte sorgfältig überlegt sein. Auch Ortsfremde sollen ja den Namen möglichst richtig aussprechen können, wenn sie ihn lesen.

Wenn ein Ratsbeschluss vorliegt, soll der Vorschlag für die Schreibweise auf der Ortstafel mit den zur Verfügung stehenden Dokumenten (historische Schreibweisen) an das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) geschickt werden, um die Schreibweise mit den dortigen Experten abzustimmen.

Wenn das INS Grünes Licht gegeben hat, kann die Gemeinde über den Landkreis Harburg den offiziellen Antrag an das Niedersächsische Minsiterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr stellen, dem folgende Unterlagen beizufügen sind:

- eine Übersetzung oder Erklärung des Namens,

- eine phonetische Aufzeichnung der heute gängigen Aussprache

- historische Quellen und urkundliche Erwähnungen, sofern vorhanden

- einen mit dem INS auf der Basis der vorgenannten Dokumente abgestimmten Vorschlag für

die Schreibweise auf der Ortstafel – nur Schriftzeichen, die im Hochdeutschen üblich sind.

Wenn die Genehmigung vorliegt, dürfen die Ortstafeln mit der niederdeutschen Komponente aufgestellt werden. Das kann auch erst dann geschehen, wenn alte Ortstafeln abgängig sind. Es müssen auch nicht alle Ortstafeln ersetzt werden. Wenn man aber den Beschluss des Rates möglichst zügig umsetzen will, sollte man vielleicht versuchen, Sponsoren dafür zu finden, um die Kosten für den Steuerzahler (ca. 150 € pro Ortstafel) möglichst gering zu halten.

Die Anschrift des INS lautet:

Institut für Niederdeutsche Sprache e. V. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schnoor 41 28195 Bremen Tel.: 0421 – 32 45 35 Fax: 0421 – 337 98 58